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Es wurden 74 Kandidatinnen und Kandidaten der Bürgermeisterwahlen 2012 in Bayern angeschrieben.
2 Kandidatinnen konnte der Brief nicht zugestellt werden.
1 Kandidat hat den Fragebogen dem zuständigen Jugendamt zur Beantwortung übergeben. Eine Antwort erhielten wir nicht.
1 Kandidat teilt mit, es wäre Sache der Juristen.
16 Kandidatinnen und Kandidaten haben nicht teilgenommen
55 Antworten konnten ausgewertet werden.

Bei familiengerichtlichen Verfahren bei Trennung und Scheidung soll die kommunale Jugendhilfe gemäß FamFG §162 (1) mitwirken.
53 Kandidatinnen und Kandidaten sehen das Jugendamt als Unterstützer für die Eltern um die „Neue Aufgabe“ bewältigen zu können
2 Kandidatinnen sehen die kommunale Jugendhilfe als Ermittlungsorgan des Gerichtes an.

Bei Anhängigkeit eines Verfahrens wird die kommunale Jugendhilfe informiert (§17(3) SGB VIII). Die kommunale Jugendhilfe lädt die Eltern zu einem Beratungsgespräch ein.
Sollte Ihrer Überzeugung nach die kommunale Jugendhilfe
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  Kandidatinnen und Kandidaten sind der Überzeugung, nach diesem Termin soll das Jugendamt einen Bericht an das Gericht verfassen, welcher das Gesagte wiedergibt und/oder eine Empfehlung über z.B. den Verbleib der Kinder enthält?
43 Kandidatinnen und Kandidaten sind der Überzeugung, das Jugendamt solle nach diesem Termin die Mitteilung an das Gericht ergehen, man habe die Eltern über die Unterstützungsmöglichkeiten umfassend informiert.

Familiensachen sind nichtöffentlich, teilhaben dürfen nur die Beteiligten (Eltern, Kinder) und deren Prozessvertreter (FamFG §7, GVG §170). Manche Amtsgerichte verschicken grundsätzlich den gesamten Parteischriftverkehr und Gutachten an die Sachbearbeiter der kommunalen Jugendhilfe, u.a. mit der Bitte um Stellungnahme.
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Kandidatinnen und Kandidaten halten es für notwendig, dass die Mitarbeiter der mitwirkenden kommunalen Jugendhilfe muss zu jedem Zeitpunkt des Verfahrens auf dem aktuellen Informationsstand gehalten werden um Geschriebenes fachkundig gegenüber dem Gericht bewerten zu können.
49 Kandidatinnen und Kandidatenhalten dies für nicht notwenig.. Wenn die Eltern Beratungs- und Unterstützungsbedarf haben, dann haben sie Anspruch darauf und müssen selbst die kommunale Jugendhilfe ansprechen. Das Geschriebene von Anwälten und Gutachtern müssen keine Tatsachen sein. Wenn ein Gericht eine Unterstützungsleistung für die Eltern anordnet, wird die kommunale Jugendhilfe sowieso separat informiert bzw. die Eltern bitten um Erfüllung eben dieser Leistung.

Im Durchschnitt ergibt sich aus politischer Sicht in 10 Prozent eine Gefährdung des gesetzlichen Auftrages der Kommunalen Jugendhilfe.
4 Prozent verkennen den Hilfe- u. Unterstützungsauftrag vollständig.
6 Prozent verkennen die tatsächlichen Möglichkeiten des Jugendamtspersonals.

Dieses politische Ergebnis spiegelt nicht die fachliche Realität wieder.

Vielen Dank für die Teilnahme!

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